Wissenschaft

Hanf (cannabis sativa) als Rohstoffpflanze



Die Nutzpflanze Hanf wächst in lediglich einhundert Tagen zur Erntereife heran. In dieser kurzen Wachstumsperiode kann der Hanf verglichen mit anderen Nutzpflanzen extrem viel Biomasse produzieren. Aber Hanf ist nicht nur zur Biomasseproduktion sondern auch zur stofflichen Gewinnung von Rohstoffen geeignet. Die Pflanze liefert die angeblich reißfestestete Naturfaser, die überhaupt auf Mutter Erde gedeiht. Bei der Gewinnung der Pflanzenfasern fallen als Beiprodukt die so genannten Hanfschäben an. Aus den Blüten lassen sich Medikamente auf Cannabisbasis aber auch ätherische Öle für Kosmetika gewinnen. Die Hanfnuss liefert ein hochwertiges und gesundes Lebensmittel, das seines Gleichen sucht. Die Hanfsamen lassen sich zudem zu einem gesunden Speiseöl pressen. Hanföl ist sehr reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und kann daher im Rahmen eines gesunden Speiseplanes gut Verwendung finden. Hanföl hat ein leicht nussiges Geschmacksprofil. Das Speiseöl sollte kühl und im Dunkeln aufbewahrt werden (also idealer Weise im Kühlschrank). Aufgrund seiner besonderen Inhaltsstoffe wird das Hanföl auch von der kosmetischen Industrie nachgefragt. Aus den sehr reißfesten Hanffasern lassen sich modische aber vor allem auch technische Textilien produzieren. Geotextilien kommen z.B. im Erosionsschutz im Gartenbau zum Einsatz.

Kl.-M. Meyer


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