Natur

Hanfsamen - Landrasse - Herkunft und Geschichte der Indicas



Heute geht es um eine andere Cannabis-Unterart, die mindestens genauso viele Liebhaber hat wie Cannabis Sativa.

Anders als bei reinen Hanfsamen Sativas, deren Herkunft je nach Region verschieden sein kann, gibt es bei den Indica-Landrassen die Vermu
tung, dass alle von einer alten Urform abstammen. Diese Grundgenetik ist das erste Mal im zweiten Jahrtausend v. Chr. in Indien aufgetaucht und verbreitete sich von dort aus schnell nach Ägypten, Persien und Asien. Heute findet man reine und ursprüngliche Hanfsamen Landrassen in den Gebirgen, Hochebenen und Tälern Nepals, Marokkos, dem Libanon oder in Afghanistan und Pakistan, sogar in Russland, Burma und in China wurden schon wilde, kurz blühende Landrassen gesichtet. Vergleicht man diese untereinander, stößt man schnell auf viele ähnliche Eigenschaften. Aus diesem Grund nehmen Grower und Forscher gleichermaßen an, dass alle bekannten Indica-Sorten in gewisser Weise miteinander

Aber warum übertragen die reinen indicas oft die besten Eigenschaften auf die nächste Generation?

verwandt sind. Die typischen Merkmale dieser Genetik sind die kurze bis mittelhohe Wuchsform, die starke Verzweigung, eine sehr schnelle Blüte und vor allem der überdurchschnittliche Harzbesatz auf Blüten und angrenzenden Blättern.
Durch die extremen Wetterbedingungen in den Anbauländern sind die Pflanzen im Laufe der Jahre anpassungsfähiger und stabiler geworden. Sie akklimatisieren sich schneller als Sativas, die bei Veränderungen im Lichtzyklus oder bei extremen Wetterbedingungen zu Zwittrigkeit neigen. Das machen sich natürlich auch die Züchter und Breeder zu Nutze. Lang blühende Sativas kreuzen sie mit schnell reifenden Indicas und erhalten so in der F1 einen sehr starken Hybriden, der vom High und dem Aroma einer Sativa gleicht, während der hohe Harzbesatz, der Ertrag und die schnellere Reife von dem Indica-Elternteil abstammen.
Aber warum übertragen die reinen Indicas oft die besten Eigenschaften auf die nächste Generation? Der Grund liegt in den Genen. Merkmale wie Harzbesatz, frühe Reife oder Ertrag verhalten sich oftmals reinerbig-dominant und setzen sich somit auch in den verschiedenen Kreuzungen durch. Dazu kommt der Bastard- oder Heterosis-Effekt, dieser ist größer, je weiter der Genpool der Eltern sich unterscheidet bzw. auseinander liegt, und das ist bei Indica/Sativa Hybriden natürlich der Fall.
Die Düngetoleranz ist bei afghanischen Sorten meist sehr hoch, es gibt aber auch Strains, wie z. B. die Lebanese, die auch mit wenigen Nährstoffen auskommen können. Wer reine Indicas indoor growt, sollte eine minimale Vegi-Phase von zwei bis vier Wochen einplanen, die Streckung ist bei weitem nicht so stark wie bei reinen Sativas, die oftmals bis in die vierte oder fünfte Blütewoche hinein wachsen. Indicas gehen schnell in Blüte, somit beginnt auch die Streckung früher und dauert in der Regel nur 10-14 Tage, danach stecken die Pflanzen ihre Energie in die Produktion von. Harz und Blütenmasse. Indoor sollten die Pflanzen wenig umgetopft werden, man nimmt besser gleich von Anfang an einen größeren Topf. Der Grund liegt in der kurzen Streckung, ist diese vorbei, stoppen auch die Wurzeln ihr Wachstum. Dies passiert meist in der dritten oder vierten Blütewoche. Man sollte den Pflanzen daher früh die Möglichkeit geben, ein großes Wurzelsystem auszubilden, das kommt natürlich schlussendlich auch der Endhöhe und der Wuchsform zugute.
Ich rate, je nach Wachsturnsphase zu 6- bis 11-LiterTöpfen, somit erspart sich in manchen Fällen auch die nachträgliche Düngung. Durch die dichten Blütenstände steigt auch die Gefahr eines Schimmelbefalls in der Endblüte, wichtig ist hierbei, die Luftfeuchtigkeit genau im Auge zu behalten und für ausreichend Luftbewegung innerhalb der Box zu sorgen. In den letzten beiden Wochen sollte man den Wasserbedarf der Pflanzen täglich decken, am besten bevor die Sonne aufgeht, damit diese das Wasser im Verlaufe des Tages verbrauchen können. Eine Kontrolle des Headbuds kann natürlich auch nicht schaden, um auf Nummer Sicher zu gehen. Jede größere Seedbank bietet mittlerweile ihre eigenen Landrassen an, manche Züchter haben sich auch ganz auf diese ursprünglichen Strains spezialisiert, aber wie viel von dieser Original-Genetik auch wirklich noch enthalten ist, bleibt meist im Verborgenen oder ist nicht mehr nachvollziehbar. Oftmals besteht eine angebotene Kush-Landrasse aus einem Cross aus zwei reinen Indicas, die aus verschiedenen Teilen der Welt kommen. Samen dieser Landrassen haben meist eine braune Färbung, auf der feine schwarze Marmorierungen zu sehen sind. Wild wachsende Pflanzen erkennt man oft an winzigen Samen, die gerade mal die Größe einer Stecknadel haben. Oft findet man das bei wilden Sorten aus Nepal oder dem Hindukusch. Afghanische Strains können dagegen auch sehr große Seeds haben, die Farbe und das Muster sind aber in der Regel identisch.

Firmenname : hanfsamen
Kontaktperson : ariel weiss
E-Mail : xxxtirol@hotmail.com

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