Hochzeit 2955
Die Hochzeit beschreibt das öffentliche Ritual zwischen zwei Menschen, die miteinander während einer Zeremonie in den Bund der Ehe treten.
Bevor sich zwei Menschen dazu entschließen zu heiraten ist es Brauch, sich zu verloben. Mit der Verlobung geben sie sich ein Eheversprechen. Dieses Versprechen wird bei einer Hochzeit eingelöst. Die Hochzeit findet in der Regel öffentlich und vor Zeugen, den so genannten Trauzeugen, statt. Die dauerhafte Beziehung dieser zwei Menschen wird mit dem Ritual einer Hochzeit bestätigt.
In Deutschland wird die Ehe durch einen Standesbeamten geschlossen. Nach einer kurzen Rede, die durch den Standesbeamten gemeinsam mit dem Brautpaar entworfen wird, unterschreiben die Braut und der Bräutigam die zur Eheschließung gehörenden Papiere. Auch die Trauzeugen müssen diese Papiere unterschreiben und bescheinigen somit, Zeugen der Hochzeit gewesen zu sein. Anschließend werden die Eheringe ausgetauscht.
Der Ehering dient als Zeichen der Zusammengehörigkeit und des Versprechens, welches sich Braut und Bräutigam bei der Hochzeit geben. Er wird in der europäischen Region am rechten Mittelfinger getragen. Dies ist jedoch nicht überall der Brauch. In den Vereinigten Staaten Amerikas z. B. wird der Ehering an der linken Hand getragen. Man glaubt, dass er somit als Zeichen der Liebe gilt, da vom Ringfinger direkt eine Ader zum Herzen und somit zur Liebe führt.
Nachdem die Ringe getauscht wurden, erklärt der Standesbeamte das Brautpaar zu Mann und Frau. Somit ist das Eheversprechen rechtsgültig. Anschließend folgt der erste Kuss als Mann und Frau.
Nach der Zeremonie ist es Brauch, die Hochzeit und das Brautpaar großartig zu feiern. Mit der Hochzeitsfeier werden in vielen Regionen auch unterschiedliche Rituale verbunden. Ein Beispiel ist die Polterhochzeit, bei der Porzellan zerbrochen wird. Die Scherben sollen die bösen Geister aus dem gemeinsamen Leben des Brautpaares vertreiben.
Nach einer pompösen Feier folgt die sagenumwobene Hochzeitsnacht. Lange war es Brauch, dass Braut und Bräutigam jungfräulich in die Ehe gehen. In der Hochzeitsnacht verloren sie dann gemeinsam ihre Jungfräulichkeit. Heutzutage wird diesem Brauch jedoch immer weniger Beachtung geschenkt. Zumal von vielen Paaren der modernen Gesellschaft eine Hochzeit überhaupt nicht mehr in Betracht gezogen wird.
Kontaktperson : Christian Reder E-Mail : avz@ranaro.de
|