Familie

Hyperaktivität


Unter dem Wort Hyperaktivität wird in der Regel ein von den betroffenen Kindern nicht kontrollierbares überaktives Verhalten verstanden. Die Hyperaktivität wird in der Regel durch eine motorische Unruhe, bzw. ein „Überschießen“, aber auch innere Unruhe evident. Die Hyperaktivität kann dabei ein Symptom verschiedener psychischer Störungen sein.

Nach den bisherigen medizinischen Erkenntnissen leiden Kinder mit einer Hyperaktivitätsstörung unter einer Funktionsstörung des Gehirns. Mangelnde oder falsche Erziehung ist nicht der Grund für die Störung. Vielmehr ist eine nicht ausreichende Produktion des Botenstoffes Dopamin in bestimmten Arealen des Gehirns verantwortlich für die Stoffwechselstörung bei den Kindern.

Die Folge des Defizits am Botenstoff Dopamin ist eine herabgesetzte Fähigkeit das eigene Handeln zu regulieren. Die Konsequenz aus dieser fehlenden Fähigkeit: hyperaktive Kinder verhalten sich oft impulsiv, sprunghaft und auch unbedacht. Typisch ist auch die Unfähigkeit sich ausdauernd auf eine Sache konzentrieren zu können. Die ungesteuerte Wahrnehmung wird oft durch einströmende Reize abgelenkt. Es kommt auch regelmäßig zum Auftreten von Schulproblemen. Diese Probleme treten auf, obwohl hyperaktive Kinder oft überdurchschnittlich intelligent sind.

Die wissenschaftliche Literatur gibt bezüglich der Häufigkeit der Hyperaktivität sehr verschiedene Zahlen an. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass zwischen zwei und zehn Prozent der Weltbevölkerung unter Hyperaktivität leiden. Dieser Anteil dürfte in den westlichen Industrieländern eher noch höher liegen.

Klaus-Martin Meyer

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