Inversionsfiguren
Kippfiguren sind Grafiken, in denen man mehrere Gegenstände in derselben Abbildung entdecken kann. Die Abbildung kann von uns auf verschiedene Arten gedeutet werden. Wenn man sämtliche erkennbaren Objekte entdeckt hat, kann der Wandel der Deutung auch absichtlich ausgelöst werden. Andernfalls wechselt der Eindruck stetig. Die Ursache für diese optischen Täuschungen ist simpel: Wegen den unterschiedlichen entdeckbaren Gegenständen kann das Hirn die Informationen nicht wie üblich verarbeiten. Deswegen wechselt das visuelle System zwischen den unterschiedlichen Deutungsoptionen hin und her. Kippfiguren werden auch als Umschlag-, Reversions- und Inversionsfiguren bezeichnet. Meistens drehen sich Kippfiguren darum, dass ein konkreter Gegenstand entweder ein Symbol oder den Hintergrund darstellen könnte. In diesem Zusammenhang haben sämtliche Kippfiguren etwas gemeinsam: Etwas gleichmäßiges, wichtiges mit einer schlichten Umrandung, das wir schon kennen, erscheint stets zuerst den als Gegenstand. Denn das Gehirn manipuliert jegliche Wahrnehmungen. Es versucht bei deren Deutung immer, bekannte Objekte wiederzuerkennen. Im Alltag ist dieses System sehr praktisch und benutzt unsere gesammelten Erfahrungen. Das, was man in Kippfiguren als Erstes entdeckt, ist uns folglich in der Regel bekannter als die anderen sichtbaren Objekte. Des weiteren spielt auch noch die Bestrahlung der Abbildung durch Lichtquellen eine Rolle. Unsere Erfahrung zeigt, dass Gegenstände meistens von oben beleuchtet werden. Falls bei der Figur also unten ein Schatten erkennbar ist, handelt es sich um ein konvexes (gewölbtes) Objekt. Bei ungegenständlichen Grafiken entdecken wir alle Optionen ungefähr gleich schnell, da wir keins der Objekte besonders gut kennen.
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