Essen und Trinken

Kalk - der Tod für viele Espressomaschinen



Auch Espressomaschinen können wie Kaffeemaschinen verkalken. Man merkt es daran, wenn sie langsamer arbeiten und schließlich nur noch müde vor sich hintröpfeln. Die Ursache hierfür liegt im jeweiligen Härtegrad des Leitungswassers. Für die Entkalkung einer einfachen Espressomaschine nimmt man dieselben gängigen Entkalker wie für eine "normale" Kaffeemaschine, auch Essigkonzentrat eignet sich sehr gut hierfür.
Der Entkalker wird nach Gebrauchsanweisung in Wasser aufgelöst, diese Lösung lässt man dann durch die Maschine durchlaufen - ganz so, als wolle man Espresso zubereiten. Dabei legt man zwischen dem Aufheizen immer mal wieder Pausen ein.
Bei stärkerer Verkalkung im fortgeschrittenen Stadium geht man folgender Maßen vor:
Bevor man mit dem Entkalken beginnt, zieht man den Netzstecker. Dann zerlegt man die Maschine so weit es möglich ist und legt die Einzelteile für ein paar Stunden am besten in einem gut durchlüfteten Raum in den angewärmten Entkalker. Die Einzelteile werden anschließend unter fließend kaltem Wasser gut ausgespült, anschließend baut man die Maschine wieder zusammen. Jetzt sollte man noch 2 bis 3 Füllungen warmes Wasser, das mit Entkalker vermischt ist, durch die Maschine laufen lassen. Danach folgen 3 weitere Füllungen mit klarem Wasser, um alle Rückstände auszuspülen. Den ersten Espresso, den man anschließend durchlaufen lässt, sollte man vorsichtshalber auch noch nicht trinken, sondern lieber wegkippen. Nach dieser Prozedur sollte die Espressomaschine wieder problemlos durchlaufen und geschmacklich einwandfreien Espresso liefern - meist braucht man nach der Entkalkung sogar etwas weniger Pulver als zuvor.
Espressomaschinen mit automatischem Brühablauf haben ein besonders ausgeklügeltes Leitungssystem und arbeiten mit hohem Dampfdruck. Sie haben zum Teil verschiedene Sicherheitsventile und Dichtungen aus unterschiedlichem Material. Hier ist meist Zitronensäure zum Entkalken die beste Wahl, da die Dichtungen damit nicht so leicht aufweichen oder spröde werden können. Für die Funktionsfähigkeit der Ventile sollte man vorsichtshalber die Entkalkungshinweise des Herstellers beachten.
Wer Verkalkungsproblemen aus dem Wege gehen möchte, sollte sich einen Kalkfilter in die Ansaugleitung einsetzen. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Behälter aus Plastik, der mit Spezialsalz gefüllt ist, das den Kalk aus dem Wasser filtert. Dadurch wird die Maschine (insbesondere die Pumpe, die Ventile und der Heizraum) vor dem Verkalkungstod geschützt und auch der Geschmackstrübende Kalkgeschmack des Espressos bleibt von vornerein aus. Was bleibt, ist die Zeitweise Entkalkung des Filters, den man anschließend immer wieder verwenden kann.


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