Die berühmte Wahrsagerin Marie Anne Adeleide Lenormand lieh einem großen und kleinen Kartendeck, die sich jeweils an die alte Tradition der Tarotkarten anlehnen, ihren Namen. Sie lebte von 1768 bis 1843 in Frankreich. Sie soll bereits als Kind über eine besonders ausgeprägte Inspirationskraft und übernatürliche Fähigkeiten unter anderem beim Kartenlegen verfügt haben.
Die Einzelheiten ihres Lebens verbarg sie gerne vor der Öffentlichkeit. Daher umgab sie stets der Hauch eines dunklen Geheimnisses. Lange Zeit war Karten legen und andere Formen der Wahrsagerei in Frankreich verboten. Deswegen konnte die talentierte Zukunftsdeuterin das Kartenlegen oft nur im Verborgenen ausüben. Sie kam deswegen sogar ins Gefängnis. Einige Jahre später gab es dieses Beschränkungen nicht mehr. Als äußerst begabte Kartenlegerin gehörten ab 1814 zahlreiche wohlhabende, mächtige und hochrangige Persönlichkeiten der damaligen Zeit zu ihrem Kundenkreis. Auch Napoleon vertraute auf die unnachahmliche Kunstfertigkeit von Madame Lenormand beim Kartenlegen und ihre treffsicheren Zukunftsvoraussagen. Madame Lenormand erwarb sich durch ihre Fähigkeiten beim Wahrsagen und beim Kartenlegen ein großes Vermögen.
Die Lenormandkarten werden heute gerne zum Karten legen genutzt. Die Lenormandkarten unterscheidet man in Sach- und Personenkarten. Manche Karten können, je nach Situation beim Karten legen, sowohl eine Person als auch eine Sache repräsentieren. Alle Karten haben jeweils eine Grundbedeutung, je nach Zusammenhang sind weiterführende Interpretationen möglich. Bei einer Legung werden die Bedeutungen der Karten durch die danebenliegenden möglicherweise beeinflusst oder gar umgekehrt. Das Karten legen mit Lenormandkarten eignet sich sehr gut, um Ratsuchenden Einblick in die Zukunft zu gewähren, da die Kartensymbole deutliche Bilder im Unterbewusstsein entstehen lassen.