Lenormandkarten
Die Lenormandkarten verdanken ihren Namen der berühmten französischen Seherin Marie Anna Lenormand, obwohl sie nicht von ihr entworfen wurden. Sie sind auch erst nach ihrem Tod erschienen. Die ursprünglichen Lenormand Wahrsagekarten umfassten nur 36 Karten. Erst später wurde aus ihnen das Lenormand Tarot mit seinen 78 Karten entwickelt. Die Bilder der Karten wurden so dargestellt, dass sie zu der Kultur zu Lenormands Lebzeiten passten. Die Karten sind aus künstlerischer Sicht sehr schön gestaltet. In die Bilder fließen teilweise die Eindrücke der französischen Revolution sowie die Zeit unter Napoleon mit ein, So ist zum Beispiel auf der Karte „Der Herrscher“ ein Abbild Napleons zu sehen. Es wird angenommen, dass Papst Pius VII auf der Karte „Der Hierophant“ zu sehen ist. Auf der Karte „Der Tod“ sieht man eine Enthauptung, bei der über der Guillotine der sogenannte geflügelte Tod abgebildet ist. Dadurch, dass das Deck erst später um weitere Tarotkarten erweitert wurde, sieht man auf vielen Karten eine Mischung aus Tarot- sowie Lenormandsymbolen, was die Deutungen teilweise schwierig macht. Für fortgeschrittene Kartenleger stellt dieses Deck eine besondere Herausforderung dar, weil sie ihre Denkweise ändern müssen. Auf einer der Karten, nämlich „Die Hohepriesterin“ ist Marie Anne Lenormand selbst abgebildet. Personen, die sowohl mit dem Tarot als auch mit den einzelnen Lenormand Wahrsagekarten Erfahrung haben, können ihre Arbeit durch das Lenormand Tarot um viele Aspekte bereichern. Für Kartenleger, die sich bisher nicht mit den Lenormandkarten auseinander gesetzt haben, sollten sich über die unterschiedlichen Deutungsmöglichkeiten informieren. Denn gerade bei dem Lenormand Tarot ergeben sich durch die Mischung der Symbole zahlreiche neue Deutungsmöglichkeiten.
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