Kunst und Kultur

Lübeck und seine 7 Türme


Das Bild der Altstadt von Lübeck wird geprägt durch die sieben Kirchtürme, die den fünf großen Altstadtkirchen zuzuordnen sind. Die größte von ihnen ist die Marienkirche, die Kirche des Rates und der Bürgerschaft. Sie steht in prominenter Lage in der Nähe des Marktplatzes direkt hinter dem Rathaus. Die Marienkirche ist heute die drittgrößte Kirche Deutschlands, die Mutterkirche der Backsteingotik und beeindruckt nicht nur durch ihre äußere, sondern auch durch ihre innere Größe.

Die zweitgrößte Kirche von Lübeck, ebenso wie die Marienkirche mit zwei Türmen ausgestattet, ist der Dom. Er befindet sich eher abgelegen am südlichen Ende der Altstadtinsel in einer ruhigen Umgebung, die noch die alte Domfreiheit erahnen lässt. In der Lage der beiden Kirchen zueinander spiegelt sich der Konflikt zwischen der Bürgerschaft von Lübeck und dem Lübecker Bischof wieder, der dazu führte, dass die Lübecker Bischöfe ihre Residenz nach Eutin verlegten.

Wie auch Dom und Marienkirche, so wurde auch die Petrikirche im II. Weltkrieg erheblich zerstört und erst als letzte wieder aufgebaut. Ebenfalls in Sichtweite des Marktes gelegen, war sie früher die Stammkirche der Fischer und Binnenschiffer.

Die Jakobikirche liegt am anderen großen Platz Lübecks, dem Koberg. Die Kirche war die Stammkirche der Seeschiffer und liegt gegenüber der berühmten Schiffergesellschaft, dem Zunfthaus der Kapitäne und heute bekanntesten Restaurants in Lübeck mit vielen Schiffsmodellen an der Decke. Ihr Turm besticht durch die vier kugeligen Verzierungen an der Basis des Turmhelms.

Die Aegidienkirche ist die kleinste der fünf großen Altstadtkirchen und die einzige im Ostteil der Altstadt, dem Wohnviertel der Handwerker und kleinen Leute. Auch sie wurde im Krieg nicht zerstört, und ihr Innenraum konnte daher sein Erscheinungsbild erhalten.



Kontaktperson : Knut Meinke
E-Mail : knt@gmx.at






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