Kork ist ein reines Naturprodukt, welches aus der Korkeiche gewonnen wird. Der Naturstoff Kork wurde bereits in der Antike genutzt, beispielsweise als Sohlen für die damals üblichen Sandalen. Kork wird seit Jahrzehnten als Flaschenverschluss vorwiegend für Sekt und Wein genutzt. Jeder Kubikzentimeter Kork besteht aus 30 bis 42 Millionen Zellen. Fast 90 % von Kork besteht aus gasförmigem Material, deshalb ist die Dichte von Kork auch so extrem gering. Kork ist flüssig- und gasundurchlässig. Weitere Bestandteile sind Lignin, Zellulose, Polysaccharide, Tannine und Wachse. Kork wird aus der Rinde der Korkeiche gewinnen, die Korkeiche wächst überwiegend im südeuropäischen Raum in Länden wie Portugal, Spanien, aber auch in Algerien und Marokko. Die Korkeiche ist ein immergrünes Hartlaubgewächs. Sie wird zehn bis zwölf Meter hoch bei einem Stammdurchmesser von bis zu einem Meter. Bemerkenswert ist, dass die Korkeiche ab einem Alter von ca. 20 Jahren geerntet werden, d.h. also geschält werden kann. Die Rinde wächst dann innerhalb von neun bis elf Jahren wieder nach. Da die Korkeiche kann 250 bis 350 Jahre alt werde, 150 Jahre ist sie nutzbar.
Der Korkwald ist ein natürliches Ökosystem und dient einigen seltenen Tierarten als Lebens- und Rückzugsraum. Kaum einer weiß, dass die Korkwälder auf der iberischen Halbinsel als Überwinterrungsraum für über 50.000 Kraniche dienen. Die Korkeiche ist sehr widerstandsfähig und kann sogar leichte Waldbrände aufgrund ihrer Rinde überstehen. Dies ist aber nicht die einzige Funktion der Rinde, sondern sie hilft auch vor Hitze und Austrocknung. Kork wird aufgrund seiner Schwimmfähigkeit auch als Schwimmhilfe für Kinder genutzt. Es ist fast unverrottbar. Heute werden allein in Portugal und Spanien auf etwa einer Million ha Korkeichen geschält, die insgesamt ca. 300.000 Tonnen Kork pro Jahr liefern.
Georg Tramsen
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