Wirtschaft

Nordkorea


Kurz vor Sylvester letzten Jahres vermeldete die Presse in aller Welt, dass es erstmals seit 1945 wieder funktionierende Telefonleitungen zwischen Süd- und Nordkorea gibt. Dabei sind die Telefonverbindungen zunächst auf die Sonderwirtschaftszone im nordkoreanischen Kaesong beschränkt. Hier sind in einer Sonderwirtschafszone mehr als ein Dutzend südkoreanische Firmen angesiedelt, die von den preiswerten Arbeitskräften in Nordkorea profitieren wollen. Kaesong liegt 80 Kilometer nördlich von der Südkoreanischen Hauptstadt Seoul direkt hinter der innerkoreanischen Demarkationsgrenze.

Die Sonderwirtschaftszone in Kaesong ist ein wichtiges Pilotprojekt für die weitere friedliche Entwicklung in dem geteilten Land. Südkoreanische Firmen begannen mit der Herstellung von Töpfen und Textilien im letzten Jahr. Seitdem waren Telefonate mit den Niederlassungen in der Heimat nur über Satellit und über die Nachbarländer China und Japan möglich. Die direkten Telefonleitungen werden nun die Kommunikationskosten um ca. 4/5 reduzieren.

Private Telefonate zwischen den Bürgern in beiden Teilen Koreas werden bis auf weiteres nicht möglich sein. Die Telefonminute zwischen Kaesong und Südkorea wird ca. 40 US-Cent kosten.

Klaus-Martin Meyer

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