Technik

Plasma-Fernseher: Funktionsweise, Vor- und Nachteile



Den ersten Plasma-Fernseher brachte im Jahr 1997 die Firma Pioneer, heute Marktführer im Plasma-TV-Segment, auf den Markt. Die ersten größeren kommerziellen Erfolge feierte das Format im Rahmen der Olympischen Winterspiele 1998, die Japan im HDTV-Format ausgestrahlt wurden.

Plasma-Fernseher verfügen über Bildschirme, die mit Hilfe von Leuchtstoffen verschiedenfarbiges Licht erzeugen. Diese Leuchtstoffe werden von Plasma angeregt, die durch Gasentladungen entstehen. Plasma-Fernseher können deutlich hellere und kontrastreichere Bilder als herkömmliche TV-Geräte erzeugen und lassen sich in weitaus größeren Diagonalen herstellen.

Zwischen zwei Glasplatten befinden sich viele kleine Zellen. Drei dieser Kammern bilden einen Bildpunkt oder Pixel. In jeder Kammer leuchtet eine der drei Grundfarben Rot, Gründ und Blau. Durch additive Farbmischung werden alle anderen Farben gemischt.

Die Zellen sind mit einem Gasgemisch aus Neon und Xenon bzw. teilweise Helium gefüllt. Dieses Gasgemisch wird mit Hilfe eines Transistors ionisiert und somit kurzzeitig zu Plasma. Sobald die dabei freigesetzte UV-Strahlung auf die verschiedenen Leuchtstoffe in den Kammern trifft, werden die Grundfarben erzeugt, indem die UV-Strahlung sich in sichtbares Licht umwandelt. Um Helligkeitsstufen zu erzeugen, werden die Kammern in kurzen Intervallen gezündet, wobei die Dauer der Zündung und damit die Helligkeit variiert.
Diese Technik ermöglicht die sehr geringe Tiefe und enorme Größe der Bildschirme von Plasma-Fernsehern. Die durch das Farbentstehungsverfahren sind diese Geräte unempfindlich gegenüber Magnetfeldern.

Weil das Bild nicht aus einer raschen Abfolge von leuchtenden und nicht leuchtenden Pixeln, sondern durch das Erhellen aller Bildpunkte gleichzeitig erzeugt wird, besitzen Plasmabilder eine überdurchschnittlich hohe Leuchtkraft. Plasma-Geräte können sehr helle Bilder erzeugen und Kontraste von derzeit 10.000 zu 1 darstellen, wodurch sie wiederum selbst in sehr hellen Umgebungen deutlich erkennbare Bilder produzieren. Sie erstrecken sich gleichmäßig, unverzerrt und flimmerfrei bis in alle Bildschirmecken. Im Gegensatz beispielsweise zu LCD-Bildschirmen lässt sich mit einem Plasma-Fernseher auch Tiefschwarz darstellen.

Als nachteilig benannt wird die mit durchschnittlich 60.000 Betriebsstunden verhältnismäßig geringe theoretische Lebensdauer von Plasma-Geräten. Das liegt daran, dass mit fortschreitendem Einsatz die Farben nicht mehr korrekt wiedergegeben werden können. So wird die Wiedergabe der Farbe Grün von der – vom Plasma nebenbei produzierten – orangeroten Spektral-Strahlung negativ beeinflusst. Die Stabilität der blauen Leuchtstoffe leidet mit der Zeit unter der UV-Einstrahlung.

Der vergleichsweise hohe Stromverbrauch, der allerdings von der tatsächlichen momentanen Helligkeit des dargestellten Bildes abhängig ist, wird ebenso als Nachteil empfunden wie der zumeist notwendige Einsatz eines Lüfters, um der hohen Wärmeentwicklung von LCD-Geräten entgegen zu wirken.

Am häufigsten kritisiert wird allerdings die Gefahr des so genannten Einbrennens. Produktionen im 4:3-Format werden auf den meisten 16:9-Plasma-Geräten mit dunklen Seitenstreifen dargestellt. Diese Seitenstreifen werden dadurch weniger beansprucht und altern langsamer, was dazu führen kann, dass diese Bildschirmbereiche beim Ablaufen von 16:9-Sendungen heller leuchten.

Derzeit tobt ein heftiger Konkurrenzkampf um die Markthoheit im Hochpreis-TV-Markt. Welches Format, Plasma- oder LCD-TV, sich am Ende durchsetzen wird, ist nicht abzusehen.

Firmenname : Fernseher Zubehoer
Kontaktperson : Vitali Neumann
Tel : 0511 2623487
E-Mail : info@fernseher-zubehoer.de

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