Kunst und Kultur

Pop-Art und die Kunst



Pop-Art – Eine Kunst wird zum Kult

In den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts entstand in England und den USA als ablehnende Reaktion auf die abstrakte Kunst der Kunststil Pop-Art. Pop-Art heißt übersetzt populäre Kunst (pop= Abkürzung für das englische popular). Gleichzeitig beschreibt es auch die vorherrschende Farbgebung dieser Epoche: pop=poppige Farben. Die Idee hinter dieser Entwicklung war, die Kunst als Gegenstand wieder mehr in die Realität zu integrieren und sie zu etwas Fassbarem zu machen. Klare, moderne Formen und Farben. Die Realität selbst sollte Kunst werden.
Die Künstler nahmen skurrile und banale Alltagsgegenstände und schufen daraus Kunstwerke, die auf satirische Weise die modernen Werte in Frage stellen sollten. Der Massenkonsum und kommerzielle Werbung waren auf dem Vormarsch. Diese Bewegung wollten trotz allem auch die Künstler nutzen und begannen ihre Kunst zu vervielfältigen oder Serien herzustellen, um sie den Massen zugänglich zu machen. Mit poppigen Farben auf großformatigen Leinwänden entstanden werbende Bilder von Cola-Flaschen, oder Waschmitteln. Andere Künstler formten aus modernen Materialien, wie Plastik oder Styropor Hamburger-Plastiken oder aus Bronze gegossene Bierdosen.
Eines der ersten Pop-Art-Gemälde, eine satirische Collage, schuf der Brite Richard Hamilton. Ebenfalls in den Anfängen kreierte der Amerikaner Robert Rauschenberg eine Collage aus Kissen und Decken. Andere kreative Köpfe waren die Amerikaner Claes Oldenburg, der die Fast-Food-Plastiken schuf oder George Segal, der Gips-Abgüsse von realen Menschen in Verbindung mit echten Gegenständen herstellte. Doch die bekanntesten Künstler dieser Zeit sind Roy Lichtenstein, der mit seinem Comic-Stil weltberühmt wurde und Andy Warhol. Warhol hatte sich die Techniken der Massenproduktion zu Eigen und zu Nutzen gemacht, um seine Werke, wie Campbells Dosensuppen oder die bekannten Cola-Flaschen tausendfach zu vervielfältigen. Mit seinen Siebdruckbildern von berühmten Schauspielern und Politikern erlangte er Kultstatus.
Bis heute hat Pop-Art großen Einfluss auf nachfolgende Künstler, auf die heutige Kunst und die Werbung.


Kontaktperson : Roger Schmidt

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