Folgend sind einige Gesichtspunkte aufgeführt um Vor- und Nachteile für die private Krankenversicherung abzuwägen. Wichtig ist auch, für wen und wann sich eine private Krankenversicherung ob als Voll- oder Zusatzversicherung überhaupt lohnt. Anschließenden kann dann mittels eines Versicherungsvergleichs für die private Krankenversicherung im Internet online berechnet werden was eine PKV tatsächlich kostet.
Bei Angestellten ist ein Wechsel in die private Krankenversicherung grundsätzlich nur möglich, wenn der Jahresverdienst über der Wechselgrenze liegt. Diese beträgt im Jahr 2006 genau 47.250,- Euro. Bei der Verdienstberechnung wird auch eventuell gezahltes Urlaubs- und Weihnachtsgeld mit einbezogen. Der Arbeitgeber zahlt auch in die private Krankenversicherung und Pflegeversicherung die Hälfte dazu. Der Höchstsatz seines Anteils liegt hier bei 236,91 Euro im Jahr 2006.
Für alle Beihilfeberechtigten und Beamten und auch alle Selbständigen und Freiberufler sieht es anders aus. Diese Gruppen können die private Krankenversicherung ohne Einkommensgrenze frei wählen und dadurch auch häufig Beitrag sparen. Zudem werden in vielen Tarifen bessere Leistungen angeboten als in der gesetzlichen Krankenversicherung. Auch Ich-AG-Gründer, Ärzte im Praktikum und teilweise Studenten können selbst entscheiden, ob sie die private Krankenversicherung wählen.
Wichtig für viele Angestellte, aber insbesondere für alle Selbstständigen und Freiberufler ist der zusätzliche Abschluss einer Krankentagegeldversicherung. Denn jeder Tag im Krankheitsfall bedeutet einen Verdienstausfall und dieser soll möglichst nicht die gesamte Existenz gefährden.
Die Kündigung der bestehenden Krankenversicherung sollte erst erfolgen, wenn die neuen Gesellschaft eine schriftliche Zusage gegeben hat. Für alle gesetzlichen Krankenversicherungen gilt die einheitliche Kündigungsfrist von 2 Monate. Grundsätzlich gilt, dass eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung nicht mehr gewollt und daher recht schwierig ist. Ausnahmen hierbei können eine Arbeitslosigkeit oder ein Verdienst unter der Beitragsbemessungsgrenze sein. Arbeitslose sind meist wieder Pflichtmitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung. Nur bei langen Vorversicherungszeiten ist das Arbeitsamt in Ausnahmefällen bereit Beiträge für die private Krankenversicherung zu tragen.
Viele Gesellschaften bieten als Besonderheit Tarife für die private Krankenversicherung mit Beitragsrückerstattung an. Nehmen Kunden längere Zeit keine Leistungen in Anspruch werden bereits gezahlte Beiträge zurück überwiesen. Diese Zusage der Beitragsrückerstattung des Versicherers kann jedoch je nach Geschäftslage jederzeit gekürzt oder ganz zurückgenommen werden.
Wichtig ist natürlich auch eine Beitragsstabilität im Rentenalter. Man hört immer wieder von außerordentlich hohen Beitragssteigerungen im Alter in der privaten Krankenversicherung. Und das Beitragsvorteile in jungen Jahren angeblich durch Beitragssteigerungen im Alter aufgehoben. Doch die Beiträge steigen nur aufgrund von erhöhten Kosten im Gesundheitswesen und durch das steigende Alter.
Das Internet bietet die Möglichkeit sich umfassend über die Leistungen und die private Krankenversicherung zu informieren. Es gibt kostenfreie Versicherungsvergleiche und unverbindliche Onlinerechner, sowie die Möglichkeit eine persönliche Analyse anfertigen zu lassen. Auch in der Zusammenarbeit mit einem Krankenversicherungsexperten kann aus dem großen Angebote der optimal passende Tarif ausgesucht werden.
Thomas Hofstetter, ACIO GmbH, th@acio.de