Recht

Prozessfortsetzung wegen theatergruppenüberfall



Am 19.12.2007 wird es ab 09.15 Uhr im Saal 5 des alten Teils des Landgerichts Magdeburg zu einer Fortsetzung des Prozesses wegen des Überfalls aufeine Halberstädter Theatergruppe kommen, der deshalb bundesweit für Aufsehen gesorgt hatte, weil vermutet worden war, dass Hintergrund des Überfalls angeblich ein politisches Motiv gewesen ist.

Die Polizei hat dann Ermittlungen geführt, die ihrerseits auf sehr harte Kritik gestoßen sind und von denen der  Eindruck  entstanden ist,  dass  sie höchst unprofessionell  und oberflächlich waren. Auch die  Staatsanwaltschaft  hat sich  offenbar unter dem  Druck  der Öffentlichkeit  zu  einem  Schnellschuss  hinreißen  lassen.

Während der bisherigen verhandlungstage stellte sich dann heraus, dass Anzeichen für politische Motive nicht erkennbar sind, dass man drei der vier Angeklagten eine Täterschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit  gar nicht nachweisen kann und dass vor dem Überfall ein weibliches Mitglied der Theatergruppe einen der späteren Täter angemacht hat mit dem Spruch: Ey, biste schwul,oder was?.

Andere Zeugen aus der Theatergruppe haben diese Provokation als "unglaublich dumme Provokation" oder als Frechheit bezeichnet und sind auch richtig sauer auf die Kollegin.

Die Haftbefehle gegen die Angeklagten wurden im letzten Verhandlungstermin aufgehoben, der nächste Verhandlungstag wird mit Spannung erwartet.

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