Bildung

Referate – man muss sich nur verkaufen können



Aida ist nicht nur der Name einer populären Oper von Guiseppe Verdi oder eines Kreuzschiffes, das erholungssuchende Pauschaltouristen durch die Weltmeere schippert. Auch wenn es um Referate geht, erfreut sich AIDA größter Beliebtheit. Diese Abkürzung steht nämlich für die unerlässlichen Komponenten, über welche Vorträge verfügen müssen und skizziert den erfolgreichen Aufbau einer Präsentation. AIDA steht dabei für Attention, Interest, Desire und Action. Übersetzt bedeutet AIDA also soviel, als dass sich gelungene Referate durch die Anregung der Aufmerksamkeit, das Wecken des Interesses für die jeweilige Thematik, das Verlangen, mehr darüber zu erfahren, sowie die nachfolgende Handlung, nämlich selbständig mehr Wissen darüber zu generieren, auszeichnen sollten. Dieses Modell für erfolgreiche Referate stammt ursprünglich aus der Werbebrache und es geht dabei darum, den Kunden anzulocken und ihn letztlich davon zu überzeugen, dass er das beworbene Produkt unbedingt haben muss. Kurz gesagt hilft diese bewährte Formel analog dazu bei Vorträgen, die Zuhörerschaft zu fesseln und für das behandelte Thema zu interessieren.

 

Meine eigene Erfahrung hat mich gelehrt, dass sich diese vier Stufen bei der Vorbereitung eines Referats und bei einem Vortrag an sich als sehr nützlich erweist. Als ich in der Schule Referate gehalten habe, wusste ich leider noch nichts von diesem AIDA-Modell, aber in der Praxis habe ich mich auch ohne jegliche Kenntnis darüber daran gehalten. Denn jeder Schüler kennt natürlich die quälende Frage im Vorfeld, wie er denn die ungeteilte Aufmerksamkeit und das Interesse seiner Mitschüler wecken könnte. Bereits mit der Lösung dieser Problemstellung taucht der Referent unweigerlich in die Weiten der AIDA-Welt ein. Denn wenn in der Schule Präsentationen auf der Tagesordnung stehen, dann geht es letztlich auch um nichts anderes, als dass der Schüler sein Thema bestmöglich verkaufen muss und somit schließt sich der werbewirksame Kreis von der Schule bis zur tatsächlichen Wirtschaft der Erwachsenen.


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