Roadies - die unsichtbaren Helferlein
Sie besuchen ein Konzert einer Band, genießen das Konzert und die Stimmung und applaudieren den Musikern - die Musiker haben diesen Applaus auch verdient. Aber wer applaudiert den Roadies, also den Aufbauern, die still und heimlich im Hintergrund für den reibungslosen Ablauf sorgen? Roadie bei einer Band zu sein bedeutet, einen harten, anstrengenden Beruf auszuüben, der allzu oft unbeachtet im Hintergrund abläuft und dem daher von unerfahrenen Konzertbesuchern zu wenig Bedeutung beigemessen wird. Dabei ist es ein Knochenjob: die Roadies treffen oft schon Stunden vor den Musikern am Auftrittsort ein, müssen dann erst einmal das gesamte Equipment aus dem LKW ausladen und in die Halle transportieren (manchmal sind keine Lastenaufzüge vorhanden, sodass bis zu 80 Kilogramm schwere Boxen über Treppen getragen werden müssen), und beginnen dann mit dem Aufbau der Anlage. Dabei werden Bühnenelemente angeordnet, unzählige Kabel verlegt, Traversen (Halterungen für Lichtanlagen und Lautsprecher) aufgestellt, die Instrumente angeschlossen und oft auch das Equipment für den Tontechniker aufgestellt. Beu durchschnittlichen Rock- oder Tanzbands kann dies schon mal 2 - 4 Stunden dauern. Am Ende der Aufbauarbeit treffen dann meist schon die Musiker ein und machen dann auch den Soundcheck, was die Arbeit der Roadies erstmal beendet. Aber nur bis nach dem Konzert. Dann legen sie von neuem los, diesmal in umgekehrter Reihenfolge - es muss wieder alles abgebaut und das tonnenschwere Equipment im LKW verstaut werden. Erst wenn das letzte Kabel verstaut ist, endet auch die Arbeit der Roadies, deren Aufgabe es dann nur noch ist, nach Hause zu fahren - oder auch nicht: denn manchmal muss dann sofort weiter zum nächsten Auftrittsort gefahren werden, und der kann auch schonmal mehrere 100 Kilometer entfernt sein. Die Musiker oder die Konzertbesucher bekommen davon aber nichts mehr mit - sie sind zu dieser Zeit schon lange zu Hause oder schlafen bereits im Hotelbett.
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