Es existieren über 700 amerikanische Arten der Gattung Salvia. Aber nur ein Salvia Divinorum (Göttlicher Salbei).
Auf einer Forschungsreise im Oktober 1962 traf der Schweizer Wissenschaftler Albert Hofmann (Bild Oben) und Gordan Wasson (Bild mitte) auf die Schamanin Maria Sabina (Bild mitte). Sie gab ihnen eine S.D. Pflanze. Die beiden Wissenschaftler brachten die Pflanze in unsere Kultuhr. So gut wie alle Salvia Pflanzen sind Klone von dieser Pflanze.
Bekannt war S.D. vor allem bei den Azteken, Mazateken, Maya und den Cuicatex Indianer.
Salvia Divinorum heisst auf Mazatekisch unter anderem "Ska Pastora", was dann in das Spanische Hojas de la Pastora und schliesslich ins deutsche "Blätter von Maria der Schäfern" übersetzt werden kann. Nur: Die Katholiken kennen keine Maria die Schäferin ist. Auch die Mazateken kannten vor der Ankunft der spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert noch keine Schafe! Das spricht sehr dafür, dass die Pflanzen nach der Eroberung Mexikos von einem anderen Kontiten eingeschleppt wurde.
Der bedeutende Ethnobotaniker W. Emboden entdeckte im Kopfschmuck von Kimi (dem Maya Totengott) ein Salvia Blatt. Nur wurde bis heute noch keine natürlich vorkommende Salvia-Pflanze in Yucatan gefunden. Dies schliesst den Anbau in der damaligen Zeit aber nicht aus.
Die Mazateken, Azteken und Cuicatex-Indianer haben diese sehr potente Droge nicht einfach zum Spass konsumiert. Obwohl jeder Bewohner die Möglichkeit dazu gehabt hätte, war der Konsum an strenge Regeln/Zeremonien gebunden und nur in psychoaktive wirkenden dosen nur Schamanen vorbehalten. S.D. wurde in schwachen, nicht psychoaktiven Dosen gegen Rheumatismus, Kopfschmerzen und Blutarmut eingesetzt. Ob S.D. wirklich gegen diese Krankheiten hilft ist bis jetzt nicht bewiesen. Trotzdem benutzen die nachfahren der Mazateken noch heute Salvia Divinorum zum Heilen und für Weissagungen.
Trauriger weise haben die Inquisitoren (Spanischen Eroberer) ganze arbeit geleistet und alte Aufzeichnungen sowie Kulturgegenstände vernichtet, so dass nicht mehr all zu viel bekannt ist. Eines der wenigen noch existierenden Aufzeichnungen ist der Dresdner Codex. Im Dresdner Codex (Bild unten) ist im Kopfschmuck des Maya Toten-Gottes „Kimi“ ein Salvia-Blatt abgebildet.
In der Neuzeit ist S.D. als Businessmans LSD bekannt weil die Wirkung nur wenige Minuten (ca. 1 min – 20 min) wirkt, also genau eine Mittagspause eine Geschäftsmannes.
Erst in den letzten Jahrzehnten wurden die wichtigsten Inhaltsstoffen von S.D. entdeckt und Analyisert. Man darf auf Weitere Entdeckungen gespannt sein...
Mehr über Salvia Divinorum auf: http://www.Salvia-Flash.ch