Saunieren entspannt und härtet ab
Ein warmer Genuss zum Wohlfühlen und Relaxen ist das Sauna-Baden. Die gesundheitlichen Vorteile sind dabei ebenso vielfältig wie wissenschaftlich erwiesen: Der menschliche Organismus ist auf Verbrennung ausgerichtet. Verbrennung heißt, es wird Sauerstoff benötigt. Der wesentliche Teil davon wird über die Haut, das größte Organ des Menschen, aufgenommen. Beim Schwitzen öffnen sich die Poren. Geht man sofort nach der Sauna an die frische Luft, kann die Haut mehr Sauerstoff aufnehmen. Der extreme Temperaturunterschied zwischen Sauna und kalter Luft beziehungsweise einer kalten Dusche nach dem Saunieren bewirkt eine zusätzliche Abhärtung. So hat eine Erkältung während des wechselhaften Oktober-November-Wetters keine Chance. Ein weiterer positiver Effekt des Abkühlungsvorgangs ist die Entgiftung des Körpers. Wird zu wenig geschwitzt, erfolgt eine Übersäuerung des Körpers. Die Übersäuerung ist eine der gefährlichsten Kulturkrankheiten unserer Zeit, die den Stoffwechsel behindert. Eng verbunden mit den gesundheitlichen Vorteilen ist die Bedarfsbefriedigung des Menschen nach körperlich-seelischer Entspannung. Ein Saunabad kann also gleichzeitig leistungssteigernd, entspannend und entgiftend wirken. Die wohltuende Wirkung des Saunierens ist zwar seit tausenden von Jahren bekannt, aber erst die Finnen entwickelten den regelmäßigen Gang in die Sauna zu einer echten Badekultur. Übrigens, der Begriff „Sauna“ ist ein finnisches Wort, das in seiner Bedeutung in viele Sprachen übernommen wurde. Wir sagen „man nimmt eine Sauna“ (also ein Saunabad), „man geht in die Sauna“ (also zu einer Saunaanlage) oder „man kauft eine Sauna“. Beim letzten Ausdruck denkt man an eine hölzerne Saunakabine, die das Besondere dieser Badeform ausmacht. Am Holz verbrennt man sich nicht, und so gestattet es den Gebrauch bei den ungewöhnlich hohen Temperaturen von 60 bis 100 Grad Celcius, die für Saunen typisch sind. Dabei muss die Luft trocken genug bleiben, damit stets etwas von dem gebildeten schweiß verdunsten kann. Verdunstung kühlt und diese Kühlung lässt die Haut nicht zu heiß werden. Unterbricht man diese Kühlung mit einem „Aufguss“, so bedeutet dies vorübergehend einen zusätzlichen Hitzereiz. Nun folgt die Abkühlung, die Anwendung kühler Luft und des kalten Wassers. Sie löst ein Frischegefühl aus, das geradezu als prickelnd bezeichnet werden kann. Der kurzen Verengung von Blutgefäßen in der Haut, zu welcher die Kaltreize führen, folgt eine Wiedererweiterung, die durch warme Fußbäder gefördert und beschleunigt werden. Deshalb werden die Fußbäder so angenehm empfunden, nicht nur an den Füßen, sondern auch am Rücken, ja, am ganzen Körper. Läuft alles richtig, so steigert sich das Wohlbefinden bis zum Ende des Bades, das mit recht gehobenem Gefühl beschlossen wird. Ein Ruhebedürfnis zeigen nur die wenigsten.
Kontaktperson : Torsten Jurisch
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