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Stevia – Pflanzliche Süße aus den Tropen



Patrik Berger

Immer wieder aufs Neue kommen neue Fragen rund um die aus den Tropen stammende Pflanze Stevia auf: So ist das süße Honigkraut in Japan als Nahrungsmittel zugelassen, in den USA wird sie unter bestimmten Bedingungen toleriert, in der EU hat man sich allerdings bis jetzt nicht für eine Zulassung von Stevia durchgerungen. Allerdings gibt es viele Initiativen und Interessensgemeinschaften sowie Forscher, die sich immer wieder dafür einsetzen, dass Stevia auch im europäischen Raum zugelassen wird.

So weiß man, dass Süßungsmittel – wie zum Beispiel Rüben-, Rohrzucker und Honig, sich schlecht auf die Gesundheit der Zähne auswirken können: Karies werden dadurch verursacht. In Südamerika, allerdings auch in vielen Gebieten und Ländern Asiens, schätzt man die getrockneten Blättchen der Stevia-Pflanze als einen natürlichen Süßstoff, der zudem fast keine Kalorien hat und eben äußerst zahnfreundlich ist.

So zählt Stevia rebaudiana – so die offizielle Bezeichnung – zur Gattung der Korbblütler. Es handelt sich dabei um eine mehrjährige Pflanze, die ein staudenartiges Äußeres hat. In der Regel wird sie allerdings einjährig kultiviert. So kann Stevia in der freien Natur eine Größe von bis zu 60 Zentimetern erreichen, kultivierte Pflanzen können bis zu 90 Zentimeter hoch werden. Die Blätter dieser Staude sind tendenziell klein und werden mit der Zeit kräftiger und verfärben sich ins Dunkelgrüne.

Bekannt ist Stevia auch unter der Bezeichnung Honigkraut oder Honigblatt. Ursprünglich stammt die Pflanze aus dem Gebiet der Amambi-Bergkette, die sich zwischen Paraguay und Brasilien befindet. Sie wird dort vor allem zum Kochen und Süßen eingesetzt.

Dabei führen die Inhaltsstoffe Steviosid und Rebausiosid zu der außergewöhnlichen Süßkraft, die für Stevia so charakteristisch ist. Diese Glykoside werden vom menschlichen Organismus nicht verstoffwechselt und sind aus diesem Grund so gut wie kalorienfrei und haben auch keine Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel. Es wird sich zeigen, ob Stevia bald auch im europäischen Raum zugelassen wird.


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