Therapeutisches Puppenspiel ist eine Therapie für Kinder. Kinder können oft nicht mit Worten ausdrücken, was ihnen fehlt. Das Spiel mit den Handpuppen bietet dem Kind eine ideale Möglichkeit, sich in seiner eigenen Sprache, der Bildersprache, auszudrücken. Anhand der Bilder, die aus seinem Innern aufsteigen, wird versucht, zu eigenständigen Lösungen der Belastungen zu gelangen.
Diese Puppenspieltherapie beschränkt sich nicht nur auf das Puppenspiel, sie bezieht noch andere Elemente mit ein. Dazu gehören das illustrative Erzählen von Märchen, Musik, Rhythmus, Malen, Puppenbau, aktive Imaginationen und als diagnostisches Instrument der Sonnentest. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Therapeutischen Puppenspiels ist die Elternmitarbeit.
Das Kind schöpft eigene Figuren. Dies ist ein zentraler Aspekt des Therapeutischen Puppenspiels. Denn instinktiv wird das Kind diejenige Figur wählen, welche zur Aufarbeitung seiner Geschichte die Wichtigste ist. Es modelliert, bemalt und kleidet die Figur. Dies ermöglicht dem Kind, Teile seines Innenlebens und seiner Gefühle in einer Form, einer symbolhaften Figur zu fassen, zu materialisieren und nach aussen zu "transportieren".
Therapeutisches Puppenspiel eignet sich für Probleme, die durch seelische Belastungen verursacht werden: Kindergarten-, Schulschwierigkeiten, Schlafstörungen, Bettnässen, Ängste nach Scheidungen, Unfall, Tod, Spitalaufenthalt, Missbrauch, Überforderungen.