Das traditionelle Bankdarlehen wird auch als Annuitätendarlehen bezeichnet. Wesentliches Merkmal dieses Kreditproduktes ist die gleich bleibende Darlehensrate. Dies ist bedingt durch die Zinsbindungsfrist des Kredit, d.h. während der Zinsbindefrist ist der entsprechende Zinssatz immer gleich bleibend und kann weder fallen noch kann er steigen. Somit hat man als Kunde hohe Sicherheit was die Höhe der Baufinanzierung angeht.
Auch die Transparenz dieses Darlehens ist sehr gut, denn bereits während der Angebotserstellung weiß man genau, was für Kosten durch Zinsen und Tilgung in den nächsten Jahrzehnten auf einen zukommen werden. Dazu erstellt die Darlehen gebende Bank einen genauen Tilgungsplan. Hier wird der Verlauf des Kredits im Detail aufgeführt. So weiß man immer, was das Annuitätendarlehen kostet.
Die Darlehensrate besteht bei einem Annuitaetendarlehen aus zwei Teilen: dem Zins- und der Tilgungsanteil. Die Zinsen stellen die Vergütung für die Bank da und können auch als Leihgebühren angesehen werden. Der Tilgungsanteil wird mit der monatlichen Rate zusammen entrichtet. Sie wird auch als laufende Tilgungszahlung bezeichnet. Die laufende Tilgung wird immer in % von der tatsächlichen Darlehenssumme berechnet. Üblicherweise ist es 1% Prozent, es können aber bis zu 10% sein, wenn es finanziell tragbar ist.
Je höher eine Tilgung vereinbart wird, desto schneller ist auch der Kredit an die Bank zurück gezahlt. Wer sein Darlehen noch schneller zurückzahlen will und kann, der kann mit der Darlehensbank auch eine Sondertilgungszahlung vereinbaren. Hier ist es möglich größere Beträge an die Bank zurückzuzahlen ohne dafür Vorfälligkeitszinsen zu zahlen.
Mit diesem Finanzierungsprodukt haben Kreditnehmer immer alle Kosten im Überblick und wissen genau was Sie das Darlehen kostet und kosten wird. Bereits mit dem ersten Kreditangebot ist der Darlehensverlauf bis zur vollständigen Tilgung des Darlehens festgelegt.