Das Wasser schwappt, das Boot es schaukelt – setz den Fuß bloß nicht daneben. Zum Baden gibt es bessere Orte. Aber deswegen sind wir auch nicht hier. Also Leinen los und abgelegt – zu zweit, dritt oder viert gleiten wir dahin und wundern uns, wie das wohl geht.
Ja, wir sind nicht alleine dort zu Wasser, Gondel hier und Gondel da, verrückte Welt, was schwimmt denn da? Ach, das ist ja alles wie im Film, da kneif mich mal einer, was seh‘ ich hier in ruhiger Fahrt auf Gegenkurs? Macht Musik mit Mandoline, singt dazu mit Streifenhut - könnte er nicht zu uns steigen? Ach, wie schön, beim nächsten Mal.
Und steht die Sonne bereits tief am Horizont und die Abenddämmerung steigt, dann denke ich, könnte es nicht passender sein. So ein Bild, wo hat man es sonst, wenn nicht nur hier in Venedig beim Abendsonnenschein. Erste Lichter leuchten auf, spiegeln sich im Wasser, vermischen sich mit Fassadenbildern - glänzend diese Stadt. Tiefe Türen stehen geöffnet, führen hinaus ins kühle Naß. Ja, hier ist so vieles anders, aber scheint es doch schnell bekannt – kann es anders doch nicht sein.
Und jetzt um die Ecke gedreht. Was ist denn das, ist das das Meer? Nein, nur keinen Schrecken. Das ist nur der Canal Grande und das Meer, für eine Gondel, ist zu weit weg, hinter der Lagune, wie man auf der Karte sieht. Und nun erkenne ich sie mit Entzücken, die Rialtobrücke - wir halten Kurs und der Mann am Ruder.
Bald nun ist sie zu Ende diese Fahrt und heran naht der Ufersteig. Und nun hör‘ ich sie wieder, diese Mandoline und den wundervollen Gesang. Später ließ ich mir den Text übersetzen und war ergriffen, von der tiefen Wahrhaftigkeit: ... wer kann das bezahlen, wer hat so viel Geld ...
Ja, ohne die Gondelfahrt hätten wir eventuell eine Nacht länger in Venedig bleiben können und schauen dann das nächste Mal zuvor auch hier hinein: www.venice-city.com und hier www.europa-city.de und bleiben gleich eine ganze Woche in Venedigs Gondel-Paradis.