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Viele Schufadaten sind falsch




Viele Schufadaten sind falsch – so wehren Sie sich!

Laut einer Studie des Bundesverbraucherministeriums sind mehr als die Hälfte der bei Auskunfteien gespeicherten Daten zur Kreditwürdigkeit von Verbrauchern falsch.

So ein Fehler kann für den Kunden bittere Folgen haben: Denn Banken und Unternehmen erkundigen sich bei solchen Auskunfteien – die bekannteste ist die SCHUFA, die Schutzvereinigung für Allgemeine Kreditsicherung – über die Zahlungsfähigkeit eines Kunden.

Aufgrund der so erhaltenen Daten wird dann entschieden, ob der Kunde einen Kredit, ein Konto oder zum Beispiel einen Handyvertrag bekommt. Somit ist es mehr als nur ärgerlich, wenn die Entscheidung durch fehlerhafte Daten beeinflusst wird.

 

Welche Daten werden bei der Schufa gespeichert?

Die Schufa ist die größte Auskunftei in Deutschland. Bei ihr werden die Daten von ca. 65 Millionen Deutschen gespeichert. Hierzu zählen allgemeine Daten wie Namen, Geburtstag und Adresse, aber auch speziellere Daten, wie Girokonten, Kreditkarten, Handyverträge und Kredite. Auch bereits zurückgezahlte Kredite bleiben noch weitere drei Jahre gespeichert, außerdem wird noch angezeigt, wie zuverlässig die Tilgung erfolgte. Hierbei wird zwischen positiven Meldungen und negativen Meldungen unterschieden. Ein Kredit ist erstmal eine positive Meldung. Wird dieser jedoch von der Bank als gekündigt gemeldet, so wird hieraus eine negative Meldung. Auch eine Anfrage nach einem Kredit, ohne einen anschliessend gemeldeten Kredit kann negativ gewertet werden, da hier davon ausgegangen wird, dass die Bank die Kreditanfrage nicht genehmigt hat. Aus diesen Daten und noch einigen weiteren, wird ein Scoring errechnet. Dieses beeinflusst bei vielen Anfragen die Entscheidung, ob eine Genehmigung erteilt werden kann, oder man eine Ablehnung erhält.

 

Wie erfährt man nun, welche Daten über einen gespeichert sind?

Durch das Bundesdatenschutzgesetzt hat man das Recht zu erfahren, welche Daten über einen gespeichert werden. Deshalb besteht der Rechtsanspruch auf eine Selbstauskunft von der Schufa. Diese können Sie zum Beispiel über die Seite meineschufa.de erhalten. Dort müssen Sie sich registrieren und nach Zahlung von zur Zeit 15,60 Euro können Sie dann jederzeit online Ihre Daten einsehen. Eine Alternative ist die Einholung einer Schufaauskunft per Post. Diese kostet 7,80 Euro. Allerdings können Sie auch Ihre Schufaauskunft kostenlos erhalten. In einer der 14 Schufastellen kann jeder persönlich kostenlos seine Daten einsehen.

 

Wie können Fehler in den Daten sein?

Die Tester des Ministeriums sind am häufigsten auf fehlende Daten gestossen. So waren am häufigsten bestehende Girokonten, laufende Kredite oder auch Kreditkarten nicht gemeldet. Eine Sprecherin der Schufa meinte hierzu, dass man mit 4.500 Banken, Mobilfunkanbietern und anderen Unternehmen zusammenarbeiten würde. Diese melden die Daten und damit ist man darauf angewiesen, dass diese auch aktuelle und korrekte Informationen liefern.

 

Was kann man selber tun?

Stellt man fest, dass seine Daten fehlerhaft sind, so sollte man sich an die Schufa wenden. Wer auf meineschufa.de registriert ist, der kann die Fehler online melden. Auch bei den Schufa-Servicestellen kann man Beschwerden loswerden. Dann wird überprüft, ob zum Beispiel der Handyvertrag tatsächlich aufgelöst wurde und die Daten werden entsprechend korrigiert. Dieses dauert in der Regel nur wenige Tage.


Sollten trotz dieser Korrekturen keine Kredite oder Handyverträge genehmigt werden, so bietet sich noch die Möglichkeit Angebote ohne Schufaanfragen zu nutzen. So können Sie zum Beispiel Kredite oder Kreditkarten trotz negativer Schufaauskunft auf der Seite alles-ohne-schufa.info beantragen. Aber auch hier gilt: Eine Genehmigung ist nicht automatisch - ein gewisser Grad an Bonität muss vorhanden sein.

 

 



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