Kunst und Kultur

Vom Totenkult bis zum gleichnamigen Film – die Erfolgsgeschichte von Halloween



Patrik Berger

Halloween trägt eine sehr alte Tradition auf seinen Schultern. Die vielen Legenden und Geschichten, die Halloween umranken, seien für den Moment unbeachtet. Zuerst sollte viel tiefer gegraben werden, bis am Schluss das Fest der Toten steht.

Samhain, das Fest, auf das das heutige Halloween zurückverfolgt werden kann, war für die Kelten auch der Tag, an dem die Toten wieder in die Welt der Lebenden treten konnten. Die Kelten brachten ihren hoch geschätzten Ahnen jede Menge Gaben, die aus Speis und Trank bestanden, um sie zu ehren und vielleicht dafür zu sorgen, dass sie den Geistern auch wohl gesinnt waren.

Genug nun mit dem Geschichtsunterricht. Halloween veränderte sich im Laufe der Jahrhunderte immer mehr zu dem, was es nun ist. Fakt ist, dass es niemals aus der Bevölkerung verschwand, egal welche Anstrengungen das Christentum auch unternahm, es in Misskredit zu bringen, was zum einen sehr bewundernswert und zum anderen auch eine Bereicherung für die heutige Kultur darstellt.

Nachdem Halloween für jeden ein Begriff war, musste in der Zeit der modernen Medien auch irgendwann ein Film mit besagtem Titel folgen. Der 1978 produzierte Film von John Carpenter mag mit dem Fest zwar nur wenig gemein haben, setzt er als einzige Parallele das Fest selbst als Zeitpunkt der Handlung, vermag es aber wie kaum ein anderer Film zu dieser Zeit, den Charme und die Dunkelheit des Festes auf Zelluloid zu bannen. Viele Fortsetzungen machten aus Halloween neben anderen Klassikern dieser Zeit eine der erfolgreichsten Serien aller Zeiten, die auch heuer mit einem neuen Film in den Kinos ein weiteres Kapitel beschreitet.

Genug vom Film, zurück zum Fest, das sich, wenn ich mich im Kalender nicht vertan habe, ja auch bald wieder blicken lässt. Wer also bis heuer noch nichts mit Halloween anfangen konnte, für den wird es nun höchste Zeit, sich diesem mystischen Brauch hinzugeben. Kürbisse und Kerzen nicht vergessen.


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