Wirtschaft

Warum Schwedische Kronen aufwerten zum Euro



Schweden hat nicht den Euro eingeführt und beabsichtigt dies auch nicht in absehbarer Zeit zu tun. Die Landeswährung Schwedische Krone (SEK) ist stabil und hat sich im Laufe der Finanzkrise erneut bewährt.

Trotz einiger hoher Kursschwankungen, von denen keine Währung verschont geblieben ist, hat sich die Schwedische Krone erholt und kann zum Euro weiter aufwerten.

Die Aufwertung der Schwedischen Krone geht mit einer Abwertung bei der Umrechnung Euro einher und dauert seit mehr als 12 Monaten an.

Im März 2009 war 1 Euro noch umgerechnet fast 12 Schwedische Kronen (SEK) wert. Im März 2010 sind es lediglich 9,70 Kronen, die man für 1 Euro umgetauscht bekommt.

Das schwedische Finanzsystem war wenig betroffen von der Finanzkrise. Die Haushaltslage ist im Vergleich zu anderen europäischen Länder sehr stabil und die Staatsverschuldung hat man im Griff.

So beträgt die Gesamtverschuldung lediglich 44% der Wirtschaftsleistung. Zum Vergleich: In Griechenland übersteigt der Schuldenberg um mehr als das 1,2 fache die Wirtschaftsleistung.

Daneben ist Schweden ein so genanntes Überschussland wie Deutschland, dass mehr produziert als konsumiert und damit einen Leistungsbilanzüberschuss erzielt. In Griechenland herrscht seit Jahrzehnten ein Leistungsbilanzdefizit vor, was über die Aufnahme von neuen Schulden finanziert werden muss.

Die stabile Situation in Schweden im Vergleich zu den Euro Mitgliedsländern spricht für eine weitere Aufwertung bei der Umrechnung Schwedische Kronen zum Euro.

Devisenhändlern rechnen in den nächsten Monaten mit einer Euro Abwertung zur Schwedischen Krone, so dass 1 Euro weniger als 9,50 Schwedische Kronen wert sein wird.

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