Was man in einer Bewerbung alles falsch machen kann
Eine Bewerbung ist ein steter Eiertanz, eine Gratwanderung bei finsterster Nacht, bei der man meist nicht genau weiß, wo der Abgrund nun eigentlich lauert. Da gibt es nur eine Lösung, nach bestem Wissen und Gewissen einen Fuß vor den anderen setzen und nach Möglichkeit nicht abstürzen. Um nicht abzustürzen gibt es jedoch einige Grundregeln, die im Rahmen einer Bewerbung unbedingt eingehalten werden sollten. Damit wird die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Bewerbung gleich deutlich höher.
Falsch ist die Verwendung von allen Zeugnissen, die man je im Leben erhalten hat, wenn man fünfzig Jahre alt ist. Es ist völlig unangemessen, ein Zeugnis von einem Realschulabschluss beizulegen, der mindestens 20 Jahre her ist. Verzichten Sie also auf sehr alte Unterlagen in Ihrer Bewerbung. Auch Zeugnisse für kleinere Jobs, die lange zurückliegen und auch nicht in einem Zusammenhang mit der jetzigen oder geplanten Tätigkeit stehen, haben in der Bewerbung nichts zu suchen.
Falsch ist in jedem Falle die Angabe von Informationen, die nicht richtig oder unglaubwürdig sind. Auch Übertreibungen sind in einer Bewerbung nicht angebracht. Wer im Lebenslauf damit angibt, die Ausbildung mit allergrößtem und intensivstem Eifer absolviert zu haben und dann womöglich auch noch ein mittelmäßiges Zeugnis beilegt, dessen Chancen auf den neuen Job sinken auf „Null“. Es geht in einer Bewerbung darum, sich selbst so darzustellen, wie Sie wirklich sind und mit den Qualitäten und Fähigkeiten, die Sie mitbringen. Der richtige Einsatz dieser Qualitäten und Fähigkeiten bleibt dann dem Arbeitgeber überlassen.
Falsch ist die Verwendung eines Lichtbildes beziehungsweise einer Fotografie, die aus dem Passbildautomaten kommt. Ein solches Bild ist meist viel zu hell; die meisten Menschen sehen auf diesen Bildern nicht aus wie sie selbst. Genau das ist aber Ziel der Bewerbung: Sie sollen sich zeigen und präsentieren. Nach Möglichkeit sollten Sie Sympathie erzeugen. Auch Spaßfotos sind selbstverständlich nicht für eine Bewerbung geeignet. Angemessene Kleidung, eine angemessene Frisur und ein angemessener Gesichtsausdruck - darauf kommt es an. Auch wenn es noch so schwierig ist: Versuchen Sie, auf einem Bild positiv zu wirken. Das Bild in der Bewerbung kann viel bewirken, vor allem kann es eben Nähe und Sympathie aufbauen. Ein guter Fotograf sollte in der Lage sein, Ihnen ein Lächeln abzuringen, das nicht gezwungen wirkt. Geben Sie dafür ruhig ein bisschen Geld aus; es lohnt sich.
Firmenname : apendio Kontaktperson : Christina Blom E-Mail : blom@apendio.de
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