Nicht nur das kleine Eichenfass namens Barrique gibt dem Wein Geschmack. In vielen modernen Kellereien stehen heute anstelle der Holzfässer große Tanks in denen die Weine heranreifen. Früher war das ganz anders. Viele Jahrhunderte lang wurde der Wein nur im Holzfass, welches je nach Weinbauregion aus Eiche, Kastanie, Akazie, Kirsche, Pinie oder anderen Hölzern hergestellt war, gelagert.
Bereits im 3. Jahrhundert nach Christus bis in die Neuzeit wurden Weinfässer aber nicht nur zur Lagerung, sondern auch für den Weintransport verwendet. Damals wurden die Fässer jedoch noch so lange mit heißem Wasser ausgewaschen, bis das Holz keinen Geschmack mehr an den Wein abgegeben hat.
Heute wird der Ausbau im Weinfass aus Eiche und besonders beim Rotwein wieder beliebter. Bei Weißwein ist nicht jede Sorte zur Vergärung in kleinen Fässern geeignet, sondern nur schwere und substanzreiche Weine. Je nach Holzart entstehen bei der Reifung des Weines ganz bestimmte Geschmacks-Töne. Diese können beispielsweise Karamell, Kaffee oder Rösteraromen sein, wobei der Wein mit zunehmendem Alter bei der Flaschenreifung an Geschmack wieder verliert.