Medizin

Wenn die Brust zu groß ist



Die meisten Frauen finden ihre Brust nicht schön. Sie wollen – auch wegen ihrem Liebsten – natürlich so schön wie möglich aussehen. Und da Männer Brüste nun einmal lieben, ist es so, dass viele Frauen sich einer Brustvergrößerung unterziehen, nur um den Traummann auch zu halten. Allerdings gibt es auch Situationen, in denen eine Frau eine Brustverkleinerung anstreben muss. Und zwar dann, wenn bedingt durch ihre großen Brüste die Rückenschmerzen und andere Beschwerden unerträglich werden. Waren die Kosten für eine Brustverkleinerung bis in die 1990er Jahre hinein unter gewissen Voraussetzungen durch die Kostenübernahme der Krankenkassen gedeckt, ist dies heute nicht mehr so. Um einen wenigstens teilweise Kostenübernahme durch die Krankenkasse zu erreichen, um eine Verkleinerung um 2 BH-Größen herbeizuführen, damit die damit verbundenen Beschwerden verschwinden, bzw. gelindert werden, bedarf es heute sehr großer Geduld der Betroffenen. Bevor eine Brustverkleinerung nämlich in Frage kommt, muss erst ein Gutachten erstellt werden. An die damit verbundenen Schmerzen der Betroffenen und die daraus resultierenden auch seelischen Belastungen (bis hin zu Depressionen) denkt zunächst niemand. Erst wenn sich die Betroffene wegen der daraus resultierenden Depression in eine psychologische Behandlung gibt, wird seitens der Krankenkasse von einer Erkrankung gesprochen, so dass in den meisten Fällen eine Kostenübernahme erfolgt. Symptome, die zu einer Brustverkleinerung führen können sind BH- Einschnürungen an den Schultern und auch Beschwerden in Bereich der Hals- bzw. der Brustwirbelsäule. Diese muss auch nach der Brustverkleinerung im Übrigen noch von einem Orthopäden therapiert werden. Andere Symptome, wie eine Mazeration und eine gegebenenfalls auch auftretende Pilzinfektion in der Unterbrustfalte müssen, bzw. sollten vom Dermatologen behandelt werden.


Außer einer zu großen oder zu kleinen Brust können im Übrigen auch andere körperliche Fehlbildungen stark auf die menschliche Psyche drücken, wie zum Beispiel fehlende Haare. Hier kann allerdings eine Haartransplantation helfen. Eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse erfolgt bei dieser Art Operation allerdings nicht, nicht mal teilweise.


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