Es ist ein leidiges Übel: Noch immer ist der schnelle Internetzugang namens DSL nicht flächendeckend verfügbar. Wer kein Breitband bekommt, kann es mit Datenkomprimierung versuchen. Damit wird nicht der Internetzugang schneller, vielmehr werden die aus dem Internet angeforderten Daten durch Komprimierung kleiner. Funktionieren tut dieses Verfahren an Analog-, ISDN- und DSL-Anschlüssen, wobei das Angebot natürlich am ehesten für Schmalbandsurfer interessant sein dürfte.
Bis zu drei Mal schneller kann der Aufbau von Internetseiten dank Datenkomprimierung erfolgen; vor allem Bilder werden spürbar schneller übertragen. Durch die Komprimierungstechnik werden natürlich auch die Online-Gebühren reduziert. Das gilt für Analog- und ISDN-Anschlüsse aufgrund der schnelleren Übertragung, aber auch etwa für einen DSL Volumentarif, wo der Datentransfer aufgrund der "vorgeschalteten" Komprimierung geringer ausfällt. Allerdings dürfte sich das in diesem Fall nicht wirklich bemerkbar machen.
Zurück zur Datenkomprimierung: Ein Surfer lädt aus dem Internet rund 30 Prozent Textobjekte - darunter HTML-Quelltexte oder JavaScript-Codes - sowie etwa 70 Prozent Bilder. Schon hier wird deutlich, wo die Stärke von Datenkomprimierung liegt: In der Bildkomprimierung. Bemerkenswerterweise werden bei den komprimierten Bildern kaum Qualitätsverluste festgestellt - und man selbst kann bestimmen, wie stark die Bilder komprimiert werden sollen.
Es gibt diverse Anbieter, die Datenkomprimierung zum Surfen im Internet anbieten, ein bekannter Dienst ist beispielsweise onspeed. Mit echtem DSL Speed freilich ist der Service der Datenkomprimierung nicht vergleichbar.