Seit Monaten führen Spanien, Brasilien und England die Liste der WM-Favoriten an. Waren die Quoten für diese Mannschaften lange Zeit recht konstant, kommt kurz vor Beginn der WM der Markt für Fussballwetten noch einmal in Bewegung.
Als Topfavoriten gelten mit einer Bestquote von 5,25 bei Interwetten zwar weiterhin die Spanier, allerdings rücken die Brasilianer bei zahlreichen Anbietern Spanien nun merklich auf die Pelle, so dass zum Teil nur noch marginale Quotenunterschiede festzustellen sind. Offenbar honorieren zahlreiche Tipper die konzentrierte Vorbereitung der Seleção, welche als eines der ersten Teams ihr Quartier in Südafrika bezogen hat, um sich optimal auf das bevorstehende Turnier vorbereiten zu können. Überhaupt läuft es bei den Südamerikanern derzeit rund: In den jüngsten Testspielen wusste Brasilien stets zu überzeugen.
Ein wenig problematischer geht es hingegen bei der Nationalmannschaft Englands zu. Kaum in Südafrika eingetroffen, verletzte sich der Kapitän Rio Ferdinand so schwer, dass die Three Lions nun komplett auf ihn verzichten müssen. Dass auch die Briten in den letzten Vorbereitungsspielen meist eine gute Figur machten, tröstet über diesen Verlust kaum hinweg. Der charismatische Innenverteidiger dürfte gerade in brenzligen Spielsituationen kaum zu ersetzen sein. Folglich ist bei den Wettanbietern derzeit ein spürbarer Anstieg der Quoten zu verzeichnen. Traut man den Engländern dennoch den Titel zu, sollte daher in den nächsten Tagen die WM-Wette platziert werden.
Die Schwächung der Briten führt nunmehr auch zu sinkenden Wettquoten für Argentinien. Kein Wunder: Die Südamerikaner haben sich gegen Haiti und Kanada schon einmal warm geschossen und Coach Maradona weiß genau, wie man den Titel gewinnt.