Wirtschaft

Zur Gründungsfinanzierung mit einem guten Businessplan



Der Businessplan - er ist grundsätzlich gefordert, wenn im Rahmen einer Existenzgründung eine Finanzierung durch mittel- oder langfristige Darlehen erfolgen soll. Dabei kommt es wesentlich darauf an, welchen Umfang die geplante Finanzierung haben soll. Je höher der Betrag, der als Darlehen zur Finanzierung beitragen soll, desto aufwänder wird sich die Erstellung des Businessplanes gestalten. Denn: Je höher das Risiko für die finanzierende Bank ist, desto genauer wird der vorgelegte Businessplan geprüft; und das Risiko steigt eben mit steigendem Finanzierungsvolumen.

Verhältnismässig einfach gestaltet sich die Finanzierung üblicherweise, wenn von einer Bank nicht mehr als zehntausend Euro gebraucht werden. Hier reicht ein kleiner Businessplan mit einem Umfang von rund 15 Seiten. Die Kalkulationen müssen nicht ganz so umfangreich sein, nicht jede Zahl muss bis ins Detail begündet werden und kleinere Fehler in der Kalkulation werden eher verziehen.

Anders sieht es aus, wenn der Finanzierungsbedarf zwischen 10.000 und 50.000 Euro liegt. Hier ist ein Umfang von etwa 15 bis 20 Seiten gefordert und die Informationen in diesem Businessplan müssen eine sehr hohe Qualität haben. Inhaltliche Wiederholungen und/oder Überschneidungen im Businessplan sollten Sie hierbei unbedingt vermeiden. Ihre Finanzplanung wird genau durchgerechnet und Sie sollten sich hiermit schon grosse Mühe geben. Nennen Sie keine Zahl in Ihrem Businessplan, die Sie nicht begründen können. Besonders bei der Schätzung der Umsätze kommen viele Gründer ins Stolpern, wenn im Rahmen eines Bankengespräches die Frage kommt, auf welcher Basis denn die Umsätze geschätzt wurden. Es kommt gar nicht gut an, wenn Sie bei der Bank sitzen und die Inhalte Ihres Businessplanes nicht erklären können. Im Zweifelsfall nehmen Sie lieber einen Berater mit, der dabei hilft, Rede und Antwort zu stehen, als keine Antwort auf Lager zu haben.

Bei einem Kreditbedarf über 50.000 Euro wird es wirklich schwierig, eine Existenzgründung durch Fremdkapital zu finanzieren. Meist ist hier gefordert, dass der Gründer einen gewissen Anteil an Eigenkapital mitbringen soll. Wer einen Anteil von rund 40 Prozent des Startkapitals als Eigenkapital mitbringen kann, wird bei Banken schon deutlich offenere Ohren finden, als ein Gründer ohne jedes Eigenkapital. Wer kein Eigenkapital hat und eine Bank findet, die von der erfolgreichen Existenzgründung überzeugt ist, kann zusammen mit der Bank versuchen, eine Bürgschaft von einer Bürgschaftsbank zu bekommen. Die Bürgschaft ersetzt fehlende Sicherheiten oder fehlendes Eigenkapital. Das wird allerdings nur dann realisiert, wenn die Existenzgründung wirklich grosse Erfolgsaussichten hat. Ein wirklich guter und überzeugender Businessplan ist also auch hierfür ein entscheidendes Kriterium. Sind die Aussichten weniger gut, sparen Sie sich den grossen Zeitaufwand lieber und überlegen Sie, ob es eine andere Geschäftsidee gibt, mit der Sie eine Existenzgründung realisieren können.


Firmenname : amaveo innovationsmanagement
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